
Simon Molly
(CH)
Drums
Anton Delen
(RSA)
Giarre & Vocals
Robby Keys
(AT)
Hammond & Vocals
Gitarre, Bass und Schlagzeug – die sogenannte heilige Dreifaltigkeit des Rock 'n' Roll.
So lautet jedenfalls die Legende.
Basement Saints ist das völlig egal. Sie tauchen ohne Bassisten auf, schleppen eine knurrende Hammond-Orgel und zwei verdammte Leslie-Lautsprecher mit sich herum, als ob die Subtilität irgendwann um 1973 gestorben wäre und sich niemand die Mühe gemacht hätte, sie zu begraben.
Das Ganze wirkt, als wäre es direkt aus den wilden Siebzigern entsprungen. Schon nach zehn Minuten juckt es einen in den Fingern, ohne Helm auf einen Chopper zu steigen, Kette zu rauchen und in Gesellschaft unrasierter Fremder fragwürdige Lebensentscheidungen zu treffen. Die Spuren der 70er und des Southern Rock sind allgegenwärtig – laut, dreckig und unübersehbar.
Ein Konzert der Basement Saints hinterlässt ein beklemmendes Gefühl, ein leichtes Gefühl der Erschütterung und das schmerzhafte Bewusstsein, zu spät geboren zu sein – gestrandet im falschen Jahrzehnt, mit klingelnden Ohren, rasendem Herzen und der Frage, wie sich das alles noch so lebendig anfühlen kann.